f75 Missionarisch und sozial: 30 Jahre „Christus-Treff“ in Marburg
 
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21.05.2012

Missionarisch und sozial: 30 Jahre „Christus-Treff“ in Marburg

Die Leiterin des Christus-Treffs, Elke Werner. Foto: PR

Marburg (idea) – Der Marburger „Christus-Treff“ passt in keine der gängigen Schubladen: Er ist sowohl Gemeinde als auch Jugendbewegung, Missionsgesellschaft, Sozialwerk und geistliche Ideenschmiede. Mit zahlreichen Veranstaltungen feierte die Gemeinschaft vom 17. bis 19. Mai ihr 30-jähriges Bestehen.

Höhepunkt war eine Dankfeier mit rund 750 Gästen in der Stadthalle. In einem geistlichen Wort sprach die Leiterin des Christus-Treffs, Elke Werner, über Jesus Christus, der die einzige Konstante in der Geschichte sei: „Er ist der, der bleibt. Alles andere verändert sich. Menschen kommen und gehen. Moden und Methoden ändern sich zum Glück. Auch wir müssen nach Strukturen suchen, denn die Gründergeneration wird bald abtreten. Aber Jesus bleibt.“ Frau Werner gründete 1982 mit ihrem Ehemann Roland – er ist heute Generalsekretär des CVJM-Gesamtverbandes – den Christus-Treff, der mit seinen vielfältigen Angeboten pro Woche rund 1.000 Personen erreicht. An einem Festgottesdienst nahmen auch Vertreter von zwei Partnergemeinden teil: einer anglikanischen in London und einer baptistischen in der georgischen Hauptstadt Tiflis. Der dortige baptistische Bischof Ilia Osephashvili bedankte sich für die Unterstützung – vor allem in den ersten Jahren nach dem Untergang der Sowjetunion. Christus-Treff-Teams halfen beim Kirchenbau, vermittelten Kleinkredite und unterstützten das sozial-diakonische Zentrum „Bethel“. „Ihr wart für uns da, als die Zeiten sehr schwer waren“, sagte Osepashvili und überreichte eine 1000 n silbernen Abendmahlskelch als Dank. Propst Helmut Wöllenstein überbrachte die Grüße der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Wie alles begann

Die Geschichte des Christus-Treffs begann mit dem Wunsch einiger Studenten und Auszubildender, ihren christlichen Glauben und ihr Leben miteinander zu teilen. Das erste Treffen zählt 16 Teilnehmer. Daraus haben sich bis heute etwa 40 Hauskreise entwickelt. Außerdem werden pro Woche vier Gottesdienste gefeiert. Der Christus-Treff bezeichnet sich als überkonfessionell, versteht sich aber zugleich als freies Werk innerhalb der Landeskirche. Seit 1993 besitzt die Gemeinschaft das ehemalige Kurhotel in Marburg und führt dort die meisten Veranstaltungen durch. Ein sozial-missionarischer Arbeitszweig bietet unter anderem Hausaufgabenhilfe und Freizeitprogramme für junge Menschen an. Seit 1993 ist der Christus-Treff auch in Jerusalem aktiv, wo er ein kleines Gästehaus in der Altstadt unterhält. 2002 wurde ein kleines Team nach Berlin ausgesandt, um in Zusammenarbeit mit der Berliner Stadtmission eine Gemeinde im Stadtteil Treptow zu gründen.

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